Gitarre lernen: Der unabhängige Ratgeber für Einsteiger und Wiedereinsteiger
Gitarre lernen gelingt mit wenig Ausrüstung und einem klaren Plan: eine gut eingestellte Gitarre, ein Stimmgerät, täglich rund 20 Minuten und eine sinnvolle Reihenfolge. Zuerst einfache offene Akkorde wie E-Moll und A-Moll, dann gleichmäßiger Rhythmus, nach wenigen Wochen das erste Lied. Hier steht, wie jeder Schritt funktioniert, ohne Kursverkauf und ohne Abo.
In fünf Schritten zum ersten Lied
Gitarre wählen und stimmen
Eine gut eingestellte Gitarre und ein Stimmgerät. Mehr braucht es zum Start nicht.
Erste Gitarre kaufenDie ersten Akkorde
E-Moll und A-Moll, dann D, E und A, schließlich C und G. Saite für Saite sauber.
Griffbilder ansehenRhythmus von Anfang an
Zählen, gleichmäßig pendeln, die ersten Schlagmuster und ein Zupfmuster.
Zu den MusternTäglich kurz üben
Rund 20 Minuten am Tag, mit festem Ablauf und einem Plan zum Abhaken.
30-Tage-PlanDen eigenen Lernweg finden
Selbst lernen, Unterricht, App oder Videokurs: was zu Zeit, Budget und Lerntyp passt.
Lernwege vergleichen
Was du über das Gitarrespielen wissen solltest
- Einstieg
Ausrüstung, erste Akkorde, Rhythmus und ein realistischer Übungsrhythmus: der Fahrplan für die ersten Wochen mit der Gitarre.
- Akkorde
Griffbilder der Grundakkorde, eine sinnvolle Lernreihenfolge, Akkordfamilien und Übungen, mit denen Wechsel endlich flüssig werden.
- Rhythmus
Wie aus Akkorden Musik wird: zählen, Wechselschlag, die gängigen Schlagmuster und erste Zupfmuster für die Liedbegleitung.
- Stimmen
Standardstimmung, Stimmgeräte und Apps, die Bundmethode nach Gehör, alternative Stimmungen wie Drop D und was der Kapodaster mit Tonarten macht.
- Tabs und Noten
Tabulatur, Akkordsymbole und Notenschrift im Vergleich: wie du jede Form liest, welche Zeichen es gibt und wann sich Noten lohnen.
- Gitarre kaufen
Welche Gitarrenart zu welcher Musik passt, woran du ein gut spielbares Instrument erkennst und was beim Kauf im Laden, online und gebraucht zählt.
- Unterricht
Welche Unterrichtsform zu wem passt, wovon die Kosten abhängen, woran du eine gute Lehrkraft erkennst und wie du das Meiste aus den Stunden holst.
- Kurse und Apps
Lern-Apps, Videokurse, kostenlose Videos und Live-Unterricht: was die Typen leisten, worauf du bei der Auswahl achtest und wo ihre Grenzen liegen.
- Übungsplan
Ein Plan zum Abhaken: täglich rund 20 Minuten, vier Wochen, acht Akkorde, drei Schlagmuster, ein erstes Zupfmuster und am Ende ein komplettes Lied.
- Zubehör
Vom Stimmgerät bis zum Kapodaster: welches Zubehör zum Start nötig ist, was später sinnvoll wird und worauf du bei Saiten, Plektren und Pflege achtest.
So sieht ein Tab aus
Sechs Linien, sechs Saiten, die hohe e-Saite oben. Die Zahlen nennen den Bund. Dieses kleine Zupfmuster in A-Moll ist eine der ersten Übungen für die Schlaghand: Daumen auf der A-Saite, dann Zeige-, Mittel- und Ringfinger.
e|-------0-----------| H|-----1---1---------| G|---2-------2-------| D|-------------------| A|-0-----------------| E|-------------------|
Konzert, Western oder E-Gitarre?
| Art | Saiten | Passt zu |
|---|---|---|
| Konzertgitarre | Nylon, weich | Klassik, Bossa, Kinderlieder |
| Westerngitarre | Stahl, hell | Pop, Folk, Liedbegleitung |
| E-Gitarre | Stahl, dünn | Rock, Blues, Metal |
Wichtiger als die Art ist eine niedrige Saitenlage. Woran du eine gut spielbare Gitarre erkennst, steht im Ratgeber Erste Gitarre kaufen.
Fragen und Antworten
- Kann man mit 40, 50 oder 60 noch Gitarre lernen?
- Ja. Erwachsene lernen anders als Kinder, aber nicht schlechter: Sie verstehen Zusammenhänge schneller, üben gezielter und wissen, welche Musik sie spielen wollen. Die Finger brauchen anfangs etwas länger, um Hornhaut und Beweglichkeit aufzubauen. Entscheidend ist regelmäßiges, kurzes Üben.
- Wie lange dauert es, Gitarre zu lernen?
- Erste einfache Lieder mit drei oder vier Akkorden sind bei täglichem Üben oft nach wenigen Wochen möglich. Sicheres Begleiten mit Barré-Akkorden und verschiedenen Rhythmen braucht eher Monate. Ein Ende gibt es nicht, auch Profis lernen weiter.
- Welche Gitarre ist für Anfänger am besten?
- Die, die zur Musik passt, die du spielen möchtest, und die gut eingestellt ist. Konzertgitarren haben weiche Nylonsaiten, Westerngitarren klingen heller und lauter, E-Gitarren lassen sich leicht greifen, brauchen aber einen Verstärker.
- Tun die Finger beim Gitarre lernen weh?
- In den ersten Wochen ja, vor allem auf Stahlsaiten. Die Fingerkuppen bilden mit der Zeit Hornhaut, dann lässt der Schmerz nach. Kurze tägliche Einheiten sind schonender als lange Sessions. Schmerzen in Handgelenk oder Unterarm deuten dagegen auf zu viel Druck oder eine ungünstige Haltung hin.
- Verkauft Saitenfabrik Kurse oder Unterricht?
- Nein. Saitenfabrik ist ein unabhängiger Ratgeber. Wir verkaufen keine Kurse, Instrumente oder Zubehör, vermitteln keine Lehrkräfte und geben keinen Unterricht. Wir erklären, wie Gitarrelernen funktioniert, und vergleichen Lernwege neutral.
Unabhängig, ohne Kurs- und Produktverkauf
Saitenfabrik ist ein unabhängiges redaktionelles Angebot zum Gitarrelernen. Wir verkaufen keine Kurse, vermitteln keine Lehrkräfte und geben keinen Unterricht. Mit Einrichtungen, Veranstaltern oder Anbietern, die früher unter dieser Domain aufgetreten sind, besteht keine Verbindung.
Die Inhalte schreibt die Redaktion Saitenfabrik. Wir erklären Grundlagen, die in Lehrbüchern und im Unterricht allgemein vermittelt werden, und vergleichen Lernwege nach nachvollziehbaren Kriterien. Wenn dir ein Fehler auffällt, freuen wir uns über einen Hinweis.